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Geheimnis der vielen Kameras gelüftet

«Die altertümlichen orangen SOS-Säulen sollen bei einem Notfall auf der Autobahn unbedingt benutzt werden, weil sie den Standort genauer angeben als ein Handy via Ortung», erklärt Urs Ruchti an der Führung durch die Verkehrsleitzentrale des Kantons Zürich.

 

Die Mitglieder des ViF wollen alles genau wissen: was sich bei einem Unfall abspielt, wo die Tunnelausgänge hinführen und wie die Einsatzwagen koordiniert werden. «In den Tunnels wird alles überwacht – so auch die Notausgänge», präzisiert der Leiter. «So sehen wir, wo die Autos stecken bleiben und wie wir die Ampelschaltung an die Situation anpassen müssen.»

 

Das Highlight, die imposante Monitorwand, zeigt alle Gang- und Tunnelabschnitte auf – im Vergleich dazu sind TV-Bildschirme in einem Fernsehstudio ein Klacks. Lastwagen und PWs flitzen im 6- bis 10-Sekunden-Takt durch die Videos. «Sie dienen der Verkehrsfluss-Kontrolle und werden nach drei Tagen wieder gelöscht», meint der Leiter. So werden Tempi reguliert. Schade, denkt wohl manch ein Teilnehmer, so bleiben aufdringliche Rechtsüberholer vorderhand nicht erfasst.

 

Es geht nicht nur um den Menschen, sondern auch um die Umwelt bei einem Vorfall, meint Urs Ruchti: «Neben Rettungsdienst und Feuerwehr werden bei Unfällen oft auch Flüssigkeits-Experten aufgeboten, damit Öle und Benzin nicht in den Boden sickern.»

 

Der Respekt der zuhörenden ViF-Mitglieder ist jedenfalls gewachsen.